Haarmeyer trifft Haarmeyer

Seit der Fertigstellung der neuen Räumlichkeiten hat der Dorftreff beim Alten Haarmeyer schon viele schöne Veranstaltungen erlebt. Am zweiten Novemberwochenende kamen besondere Gäste – nicht wegen einer Veranstaltung, sondern wegen des Hauses selbst. Aus Hamburg-Norderstedt, dem Ruhrgebiet und dem Schwarzwald reisten sie an, um zu sehen, was aus dem alten Gasthaus geworden ist. Das Besondere: Alle tragen – oder trugen als Mädchenname – den Namen Haarmeyer und verbinden Kindheits- und Jugenderinnerungen aus den 1950er- und 60er-Jahren mit dem Haus.

Die Geschwister Hans und Heidi hatten 2023 mit ihrer Schwester Christa erstmals nach vielen Jahren wieder Neuenkirchen besucht und damals den alten Haarmeyer vor dem Umbau besichtigt. Nun wollten sie mit ihren Ehepartnern das Ergebnis in Augenschein nehmen. Auch Bernd Haarmeyer aus Norderstedt, der sich schon im Frühjahr ein Bild gemacht hatte, kam mit seiner Frau – so trafen die Haarmeyers, deren familiäre Wurzeln in Neuenkirchen liegen, aus Nord und Süd im neuen Dorftreff zusammen.

Ulf Dieckmann und Elke Woltering begrüßten die Gäste herzlich und führten sie am Samstagnachmittag durch das Haus. Die versammelten Haarmeyers kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus und verglichen begeistert die neuen Eindrücke mit ihren alten Erinnerungen.

Beim anschließenden Kaffeetrinken in der alten Küche tauschte man Geschichten und Erinnerungen aus und fachsimpelte über Verwandtschaftsverhältnisse. Später setzte sich die Runde beim Abendessen fort – Gesprächsstoff bot der Alte Haarmeyer genug.

Am Sonntagvormittag traf man sich noch zu einem Frühschoppen in der Guten Stube, wo besonders der leuchtende HAARMEYER-Schriftzug am Zapfhahn beliebtes Fotomotiv war.

Einziger Wermutstropfen: Christa Dubielzig, geb. Haarmeyer, war im September kurz vor ihrem 94. Geburtstag verstorben. Wegen der Bauverzögerungen im Frühjahr hatte sie die fertigen Räume nicht mehr selbst sehen können. „Sie ist aber gerade bei uns und freut sich“, war sich ihre Schwester Heidi sicher.
Zum Abschied verabredeten alle, sich 2027 zur Fertigstellung und zum 100-jährigen Jubiläum des Saals in Neuenkirchen wieder zu treffen.